Rhein-Main-Link: ProWald ruft zur Teilnahme am Bürger-Infomarkt auf

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Wie wirkt sich der geplante Rhein-Main-Link auf Oberjosbach und seine Umgebung aus? Die BI ProWald ruft alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, den Bürger-Infomarkt von Amprion am Dienstag, 3. November 2026, zu besuchen und sich aus erster Hand über das Projekt zu informieren.

Amprion plant mit dem Rhein-Main-Link eine neue Stromverbindung, über die erneuerbare Energie aus dem Norden Deutschlands in die Verbrauchszentren im Rhein-Main-Gebiet transportiert werden soll. Im Rahmen eines Bürger-Infomarkts stellt das Unternehmen das Vorhaben und den aktuellen Planungsstand vor. Die Veranstaltung findet von 17 bis 19 Uhr im Gemeinschaftszentrum Oberjosbach, Wiesenstraße 3a, statt. Interessierte können innerhalb dieses Zeitraums jederzeit kommen und gehen; eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Bürgerinitiative ProWald setzt sich kritisch mit dem geplanten Projekt auseinander. Neben der grundsätzlichen Bedeutung des Stromnetzausbaus müssen aus Sicht der Initiative insbesondere die konkreten Auswirkungen auf Natur, Landschaft und die Lebensqualität vor Ort sowie mögliche Risiken für die Trinkwasserversorgung sorgfältig betrachtet werden.

Nutzen Sie die Gelegenheit, sich zu informieren, Fragen zu stellen und die für Oberjosbach wichtigen Themen direkt anzusprechen. Welche Auswirkungen sind für unsere Region zu erwarten? Wie werden Natur und Landschaft geschützt? Welche Vorkehrungen sind vorgesehen, um die Trinkwasserversorgung und insbesondere die sensiblen Wasserschutzgebiete zu schützen?

Je mehr Bürgerinnen und Bürger sich mit dem Vorhaben beschäftigen und ihre Fragen einbringen, desto besser können die örtlichen Belange in der weiteren Diskussion berücksichtigt werden.

Termin auf einen Blick

  • Wann: Dienstag, 3. November 2026, 17 bis 19 Uhr
  • Wo: Gemeinschaftszentrum Oberjosbach, Wiesenstraße 3B
  • Veranstalter: Amprion GmbH
  • Anmeldung: Nicht erforderlich

Die BI ProWald empfiehlt allen Interessierten, diese Gelegenheit zur Information und zum Dialog zu nutzen.

Nächstes Treffen am 1. September 2026

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Die Bürgerinitiative ProWald lädt ein zum nächsten Treffen am Dienstag, 01.09.2026, um 19 Uhr im Rathaus Oberjosbach.

Eingeladen sind alle aktiven Unterstützer*innen sowie neue Interessierte, denen Natur und Umwelt am Herzen liegen. Informiert und diskutiert wird über den aktuellen Sachstand zu den Themen Windräder, Rhein-Main-Link und Ultranet rund um Oberjosbach.

Kommt gerne vorbei, informiert euch und macht mit beim Schutz von Umwelt und Natur!

Was wird eigentlich gerade an der Hochspannungsleitung gemacht?

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Viele fragen sich angesichts der aktuellen Sperrungen:
Was passiert eigentlich an der Hochspannungs-Freileitung zwischen Niedernhausen und Oberjosbach?

Bestehende Trasse wird für Ultranet umgerüstet

Die vorhandene Hochspannungsleitung zwischen Niedernhausen und Oberjosbach wird künftig zusätzlich für Ultranet, eine 380-kV-Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ), genutzt. Über die bestehende Freileitungstrasse sollen damit bis zu 2.000 Megawatt übertragen werden.

Dafür müssen die vorhandenen Masten technisch umgerüstet werden. Unter anderem werden Isolatoren ausgetauscht und einzelne Masten um rund 7,5 Meter erhöht.

Am Donnerstag, 16. Juli, ist der Mast auf dem Schäfersberg an der Reihe. Der komplette Mast wird mit einem Mobilkran angehoben, damit ein vorbereitetes Zwischenstück eingesetzt werden kann. Das dürfte auch aus einiger Entfernung gut zu beobachten sein – von Oberjosbach aus beispielsweise vom Schwimmbadweg in Verlängerung des Akazienwegs.

Masterhöhung Ultranet

Eine bislang besondere Kombination

In Teilen der Bevölkerung bestehen Bedenken gegenüber der neuen Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungstechnik, aber auch hinsichtlich der dauerhaften Verfestigung der bestehenden Freileitungstrasse durch die zusätzliche Nutzung für Ultranet.

Über mögliche langfristige Auswirkungen der neuen Gleichstromleitung auf Umwelt und Gesundheit wird weiterhin diskutiert. Eine Besonderheit von Ultranet ist die gemeinsame Führung von Gleich- und Wechselstrom-Höchstspannung auf denselben Masten.

Streit um mögliche Trassenalternativen

Die Bundesnetzagentur hat die vom Verein Umweltschutz Taunus e. V. – vormals BI Ultranet – vorgeschlagenen Trassenalternativen im Planfeststellungsverfahren nicht berücksichtigt. Der Verein klagt deshalb gegen den Planfeststellungsbeschluss und fordert eine erneute Prüfung von Alternativen. Dazu gehört auch eine kleinräumige Verschwenkung der Trasse im Raum Niedernhausen.

Eine solche Verschwenkung würde die Belastungen jedoch nicht beseitigen, sondern teilweise verlagern – auf den Ortsteil Oberjosbach und die dortigen Waldflächen.

Oberjosbach ist bereits durch den geplanten Rhein-Main-Link und mögliche Windenergieanlagen im Wald von erheblichen zusätzlichen Eingriffen bedroht. Eine weitere Inanspruchnahme von Waldflächen für eine Verschwenkung der Ultranet-Trasse lehnen daher sowohl der Ortsbeirat Oberjosbach als auch die Bürgerinitiative ProWald Niedernhausen ab.

Bauarbeiten laufen trotz Klage weiter

Die laufende Klage hat keine aufschiebende Wirkung. Die Arbeiten an der Freileitung laufen daher seit Ende 2025 und sollen nach derzeitiger Planung bis Ende 2026 abgeschlossen sein.

Internetseite der Bürgerinitiative ProWald

Willkommen auf unserer Homepage

 

Wer wir sind

ProWald ist eine Interessengemeinschaft vorwiegend Oberjosbacher Bürgerinnen und Bürger, die sich insbesondere für den Erhalt des Waldes und der Streuobstwiesen einsetzt. Diese schützenswerten Naturlandschaften sind nämlich aktuell bedroht durch mehrere Großprojekte, die Oberjosbach unmittelbar tangieren.

Zum einen ist dies der Bau von mehreren großen Windkraftanlagen im Oberjosbach Wald, zum anderen der Bau einer riesigen Erdkabeltrasse ("Rhein-Main-Link") um Oberjosbach herum, für die auf einer Breite von 75 Metern alles gerodet werden muss. Und sollte die laufende Klage des Vereins "Umweltschutz Taunus e.V." (UTeV) gegen den Planfeststellungsbeschluss Erfolg haben, drohen durch eine "kleinräumige" Verschwenkung der Ultranet-Hochspannungsleitung auf neuen Masten östlich und südlich um Oberjosbach herum weitere Belastungen für Mensch und Natur.

Das folgende Bild zeigt, wo welche Vorhaben geplant sind.

Fuchsia: Geplante Rhein-Main-Link Bautrasse (violette Linien: Ursprünglich von Amprion vorgesehener Trassenraum)
Schwarz: Bestehende Hochspannungsleitung (gestrichelt: Vorschlag der UTeV für einer Verschwenkung "D3" um Niedernhausen herum)
Gelb: Windvorranggebiete (Standorte für insgesamt 7 Windräder im Wald)  

Großprojekte rund um Niedermnhausen

Alle Angaben auf Basis zugänglicher Quellen - ohne Gewähr!
Die Karte kann hier direkt abgerufen werden: www.kurzlinks.de/rml 

Die Bürgerinitiative proWald setzt sich dafür ein, umweltgefährdende Projekte zu verhindern oder zumindest alternative Lösungsansätze aufzuzeigen, die eine möglichst naturverträgliche Umsetzung gewährleisten.

Mehr über uns und unsere Ziele hier klicken.

Wir informieren auf dieser Homepage über die Projekte, deren Auswirkung auf Mensch und Natur sowie über unsere Vorschläge, deren negativen Folgen zu minimieren.

 

 

 

Blick auf Oberjosbach (Foto: Helmut Karbach)

Blick von der Pfingstweide auf Oberjosbach