• Es gibt in Niedernhausen insgesamt drei Flächen, die in der Teilkarte für die Suchräume im Bereich des Regierungspräsidiums Darmstadt enthalten sind. Innerhalb dieser Suchräume hat man geeignete Vorranggebiete für die Windenergienutzung ermittelt. Dazu wurden die von der Regionalversammlung beschlossenen Kriterien einzelfallbezogen geprüft. Kriterien sind z.B. Abstände zu Siedlungen, Straßen und Hochspannungsleitungen aber auch das Vorkommen windkraftempfindlicher Vogelarten und vorhandene Naturschutzgebiete.
  • Die folgenden Suchräume und mögliche Vorranggebiete wurden festgelegt:
    • Das Gebiet um die Hohe Kanzel in Engenhahn mit einer Höhe von bis zu 592 m und Windgeschwindigkeiten bis 6,5 m/s. Eigentümer sind das Land Hessen (Hessen Forst) und die Stadt Idstein.
    • Die Kammlage zwischen Buchwaldskopf und Lindenkopf in Oberjosbach mit einer Höhe zwischen 492 und 499 m und Windgeschwindigkeiten bis 6 m/s. Eigentümer ist die Gemeinde Niedernhausen.
    • Der Hahnberg zwischen Naurod und Königshofen.
    • Der Bereich um den Hammersberg ist in den aktuellen Karten des Regierungspräsidiums nicht mehr aufgeführt.
  • Den Pressemeldungen der Vergangenheit war zu entnehmen, dass sowohl die Bereiche um die Hohe Kanzel in Engenhahn, als auch die Kammlage zwischen Buchwaldskopf und Lindenkopf in Oberjosbach für die Windkraftnutzung favorisiert werden.
  • Im Moment befindet sich der sachliche Teilplan für erneuerbare Energien in der Phase der Offenlegung und ist noch nicht rechtverbindlich. Somit kann zurzeit jeder Investor einen Antrag auf den Bau einer Windenergieanlage stellen. Es handelt sich dabei um ein privilegiertes Bauvorhaben im Außenbereich nach § 35 Baugesetzbuch.
  • Der Verein proWindkraft Niedernhausen wirbt seit längerem aktiv für die Nutzung der Windkraft in Niedernhausen und sucht derzeit Personen, die an einem Investment interessiert sind. Beispielhaft wurden vier Standorte in Engenhahn und vier Standorte in Oberjosbach vorgeschlagen.
  • Die neu gegründete Gesellschaft Taunuswind GmbH hat als erster Investor Interesse an der Errichtung von Windrädern auf dem Taunuskamm bekundet und bis zu 30 mögliche Standorte (davon einige auch im Einflussbereich der Gemeinde Niedernhausen) genannt.
  • Des weiteren ist die Firma AboWind aus Wiesbaden im Bereich der Projektierung und dem Betrieb von Windenergieanlagen im Taunus sehr aktiv.
  • Einzelne Gemeinden versprechen sich durch die Errichtung von Windenergieanlagen in ihrem Verwaltungsgebiet Einnahmen aus Pacht (wenn es sich um eine gemeindeeigenen Fläche handelt) und aus der Gewerbesteuer.

Bildnachweis:
Hohe Kanzel (Engenhahn), Bürgerinitiative proWald Niedernhausen