• Der beim Betrieb einer Windkraftanlage verursachte Schallpegel wird im Rahmen einer Typenprüfung für den jeweiligen Anlagentyp ermittelt und liegt im Allgemeinen zwischen 98 und 109 dB (A). Diese Werte beziehen sich auf die Summe der Schallenergie im Bereich der Rotormitte und werden bei etwa 95 Prozent der Nennleistung erreicht. Welche Schalldruckpegel konkret im Umfeld von Windenergieanlagen auftreten, ist vom Anlagentyp, der Anzahl der Anlagen, der Windgeschwindigkeit und der Lage zum Ort abhängig.
  • Die Lautstärke einer Windkraftanlage nimmt mit der Entfernung zum Immissionsort ab, wobei der Schall je nach Geländebeschaffenheit und Windrichtung unterschiedlich weit getragen wird.
  • Bezüglich der Geräuschentwicklung verlangt das Bundes-Immissionsschutzgesetz in der TA Lärm, dass bestimmte Schalldruckpegel nicht überschritten werden dürfen. So darf die von einer technischen Anlage verursachte Schallimmission in allgemeinen Wohngebieten tagsüber 55 dB (A) und nachts 40 dB (A) nicht überschreiten. Der Schalldruckpegel von 40 dB (A) entspricht in etwa der Lautstärke von leiser Radiomusik.
  • Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass eine Lärmbelastung durch Windenergieanlagen unterhalb des Grenzwertes zulässig ist.
  • Damit Sie abschätzen können, ob Sie von der Geräuschentwicklung betroffen sein könnten, haben wir für jedes Suchgebiet eine Karte aufgrund der folgenden Datenlage erstellt:
    • Angenommene Schalleistung (Quelle: Nordex-online.com) 1 Windrad: 106 dB (A) bei Windgeschwindigkeit 6 bis 7 m/s und 10 Meter über Grund.
    • Schallpegel bezogen auf die Entfernung von der Schallquelle: 58 dB (A) in 100 Meter, 40 dB (A) in 800 Meter, 35 dB (A) in 1400 Meter.
    • Der dunkelblaue Kreis kennzeichnet den Schallpegel von 40 dB (A) in 800 Meter Entfernung.
    • Der hellblaue Kreis kennzeichnet den Schallpegel von 35 dB (A) in 1400 Meter Entfernung.
    • Die Karten zeigen die bisher von proWindkraft Niedernhausen vorgeschlagenen Standorte für Windenergieanlagen in Niedernhausen.

Die Karten finden Sie hier:

Bildnachweis: Verein Rettet den Taunuskamm